Zahnfüllungen
sind unterschiedlich haltbar
Wenn Karies die Zahnsubstanz angegriffen hat, müssen Füllungen
oder Inlays den Zahn wieder herstellen. Beim verwendeten Material
haben Betroffene die Wahl zwischen Amalgam, Kunststoff, Gold oder
Keramik. |
Inlays
müssen angefertigt werden
Etwas
zeitaufwendiger sind die so genannten Inlays, Füllungen,
die im zahntechnischen Labor passgenau angefertigt und später
mit Spezialkleber oder Zahnzement befestigt werden. Dafür
sind in der Regel zwei Zahnarztbesuche notwendig. Zuerst wird
die kariöse Zahnsubstanz ausgebohrt und der Zahn abgeformt.
Danach wird der Zahnersatz vom Zahntechniker aus Metall oder
Keramik gegossen und beim folgenden Zahnarztbesuch eingesetzt.
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Gold-Inlays
sind sehr langlebig
Als
Material für Inlays kommen auch Goldlegierungen in Frage.
Inlays aus Gold hätten eine sehr lange Lebensdauer, so
Professor Thomas Kerschbaum vom Zentrum für Zahn-, Mund-
und Kieferheilkunde der Universität Köln. Selbst nach
25 Jahren blieben noch 75 Prozent der Inlays erhalten. Ein weiterer
Vorteil ist die Passgenauigkeit: "Goldfüllungen haben
sich vor allem deshalb bewährt, weil sie sich eng an die
Zahnsubstanz schmiegen und so selten Randspalten
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bestehen
bleiben." Dies erschwert das Eindringen von Bakterien und
die Neubildung von Karies. |
Keramik
wegen der Ästhetik
Für
viele sind die auffallenden Goldfüllungen jedoch ein ästhetisches
Problem: "Bei jüngeren Patienten kann ich mit Goldfüllungen
selten landen", sagt der Zahnarzt Kurt Gerritz, Bundesvorstandsmitglied
des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) in Bonn.
Als Alternative bieten sich Keramik-Inlays an, die den Zahnfarben
angepasst werden können, aber weniger langlebig sind als
Gold-Inlays.
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95
Prozent aller Zahnfüllungen aus Keramik, so genannte Inlays,
sind nach 11,5 Jahren noch im Mund und intakt. Dies ergab eine
Untersuchung von 182 eingesetzten Keramik-Inlays bei 66 Patienten
im Alter von 23 bis 60 Jahren. Die Mundhygiene wurde alle drei
bis sechs Monate kontrolliert. Positiv verlief auch die Farbanalyse.
Sie ergab nach fünf und mehr Jahren zu 57 Prozent Übereinstimmung
mit dem behandelten und benachbarten Zähnen. 43 Prozent wichen
etwas davon ab, aber im tolerierbaren Bereich. |
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Leichte
Randverfärbungen zeigten sich nur bei 13 Prozent. Inlays,
die bis zu fünf Jahren im Mund waren, stimmten zu 81 Prozent
farblich mit der angrenzenden Zahnfarbe überein. Die Verbleibenden
19 Prozent wichen nur gering davon ab.Als Mischform gibt es auch
so genannte Galvano-Inlays: Der Kern des Inlays besteht dabei
aus Gold, der sichtbare Teil wird aber mit Keramik abgedeckt.
Ein schmaler Goldrand bleibt jedoch zu sehen.
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Kunststoff-Inlays
Da
laborgefertigte Kunststoff-Inlays genauso aufwendig sind wie
Keramik-Inlays, werden diese kaum noch in Betracht gezogen.
Kunststofffüllungen werden heute direkt vom Zahnarzt im
Munde des Patienten hergestellt.
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